Vor ein paar Tagen erhielt ich meine SportCount Chrono 100. Mit der kleinen Stoppuhr, die man über den Zeigefinger steckt wie einen Ring, soll es problemlos möglich sein, beim Schwimmtraining im Bad seine Zeiten zu dokumentieren und beim Bahnenzählen den Überblick zu behalten. Schauen wir mal…
Das Topmodel Chrono 100 von SportsCount kostet auf deren Website rund 30 EUR zzgl. Versand, ein Preis für den man mal einen Testkauf riskieren kann. Geliefert wurde das Gerät in Blisterverpackung, dabei lag eine englischsprachige Anleitung, die für alle SportCount-Modelle passt. Die Lieferzeit lag bei rund einer Woche.
Das Gerät selbst ist klein, aber etwas dicker als ich erwartet haben. Trotzdem bleibt sie durchaus “tragbar”, die Batterie ist unter dem transparenten geschraubten Rückendeckel sichtbar. Was die Dichtung taugt muss der Praxistest zeigen. Das Armband kommt ohne Schnalle aus und hakt sicher ein.
Der einzige Knopf auf der Vorderseite ist komplett in der Kunststoffshülle integriert, ein Eindringen von Wasser wie bei üblichen Stoppuhren die nicht speziell fürs Wasser konzipiert wurde ist also nicht möglich.
Die Bedienung ist simpel:
- Einschalten: Knopf drücken.
- Einheit starten: Knopf drücken.
- Für jeden Intervall/Zwischenzeit: Knopf drücken.
- Einheit pausieren: Knopf innerhalb einer Sekunde 2x drücken.
- Pause aufheben: Oh wunder, Knopf drücken.
- Einheit beenden: Knopf lange drücken.
Bei jedem Intervall wird die Runden-Nummer und Runden-Zeit angezeigt. Nach ein paar Sekunden erscheint wieder die Gesamtzeit. Die Uhr zählt nicht die tatsächlich zurückgelegte Strecke, sondern nur die Anzahl der Runden. Wer sich also 3000m Bahnenschwimmen will, sollte vorher ausrechnen, dass das 120 Bahnen (bei 25m pro Bahn) bzw 60 Bahnen (bei einem 50m Pool) sind. Damit wäre dann sichergestellt nicht versehentlich zu viel zu schwimmen ;-)
Zu beachten ist dass beim Beenden der Einheit die letzte Zwischenzeit gelöscht wird. Also: Erstmal “ins Ziel” und eine Zwischenzeit klicken. Erst dann laaange Klicken um die Einheit zu beenden. Der letzte Intervall wird gelöscht, die Gesamtzeit stimmt wieder. Ah!
Liegt die Einheit hinter uns, wollen wir natürlich gleich unsere Daten auswerten, also: Knopf drücken. Angezeigt werden nacheinander:
- Anzahl der Intervalle und die Gesamtzeit
- Durchschnittszeit pro Intervall
- Schnellster Intervall (Intervallnummer und -zeit)
- Langsamster Intervall (Intervallnummer und -zeit)
- Der erste bis maximal hunderste Intervall mit Zeit.
Auch wenn “nur” die ersten 100 Intervalle angezeigt werden: Für die Durchschnittsberechnung werden die ersten 999 Intervalle berücksichtigt. Auf einer 50m Bahn sind das immerhin rund 50km…
Ein weiterer langer Klick setzt alle Daten wieder auf null. Und nach 30min schaltet sich das Display zum Strom sparen ab.
Der Praxistest zeigt: Die Uhr sitzt gut am Finger und kann unter normalen Umständen nicht verloren gehen. Ist das “Armband” (eigentlich ja Fingerband) zu locker, dreht sich nur das Display weg und die Taste ist schwerer zu erreichen. Die Taste selbst hat einen guten Druckpunkt, so dass man ohne Blick zum Display sofort merkt, ob der Tastendruck angenommen wurde und die Zwischenzeit registriert wurde. Solange man schwimmt ist ein Blick auf das Display nicht möglich, demm bei einem normalen Kraul-Armzug kommt die Anzeige nicht ins Sichtfeld. Das ist bei einer normalen Uhr nicht anders, muss aber auch nicht.
Die nachträgliche Auswertung ist gut. Schade nur, dass man sich durch alle Zwischenzeiten klicken muss, um wieder die Gesamt- und Durchschnittszeiten sehen zu können.
Den Kauf habe ich bisher nicht bereut. Sollte sich das noch ändern, gibt’s hier ein entsprechendes Update.



















